Wann kann eine Psychotherapie helfen?
Manchmal geraten Gedanken und Gefühle durcheinander – zum Beispiel durch Streit, Stress in der Schule, Ängste, Traurigkeit oder schwierige Veränderungen im Leben. Wenn solche Belastungen überhandnehmen und allein oder im familiären Umfeld nicht mehr gut zu bewältigen sind, kann eine Psychotherapie unterstützen. Sie bietet einen geschützten Raum, um Sorgen auszusprechen, Lösungen zu finden und neue Kraft zu schöpfen – gemeinsam und in eigenem Tempo.

Ablauf Erstgespräch
Zum Erstgespräch bitte ich alle Patient*innen unter 15 Jahren, in Begleitung eines Elternteils oder einer erziehungsberechtigten Person in die Praxis zu kommen.
Gemeinsam entscheiden wir dann, ob und wie lange das Gespräch mit der Begleitperson geführt wird – die Wünsche des Kindes oder Jugendlichen werden dabei selbstverständlich berücksichtigt.
Im Mittelpunkt des Erstgesprächs steht das gegenseitige Kennenlernen. Es geht darum, eine erste Vertrauensbasis zu schaffen und gemeinsam herauszufinden, ob und wie eine therapeutische Begleitung hilfreich sein kann.
Probatorik
Die ersten fünf Sitzungen einer Psychotherapie werden als Probatorik bezeichnet. Sie dienen dazu, sich gegenseitig kennenzulernen, die persönliche Situation und Vorgeschichte (Anamnese) zu erfassen sowie eine diagnostische Einschätzung vorzunehmen.
Auf dieser Grundlage wird gemeinsam über eine mögliche therapeutische Zusammenarbeit entschieden und ein individueller Behandlungsplan entwickelt.
Abrechung
Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP).
Private Krankenversicherung & Beihilfe
In der Regel übernehmen private Kassen und Beihilfestellen den Großteil der Kosten für eine Psychotherapie. Die genauen Bedingungen richten sich nach Ihrem individuellen Vertrag. Ich unterstütze Sie gerne bei der Klärung.
Selbstzahler*innen
Sie können die Therapie auch selbst finanzieren – ganz ohne Anträge oder Formalitäten. Das kann z. B. sinnvoll sein, wenn Sie spätere berufliche oder versicherungsrechtliche Nachteile vermeiden möchten.
Gesetzlich Versicherte
Da es sich um eine Privatpraxis handelt, ist eine Abrechnung mit gesetzlichen Kassen in der Regel nicht möglich. In bestimmten Fällen kann jedoch eine Kostenerstattung beantragt werden. Sprechen Sie mich gerne dazu an.
Beantragung Psychotherapie
Für privat Versicherte gibt es derzeit kein einheitliches Verfahren zur Kostenübernahme von Psychotherapie. Ich empfehle Ihnen daher, sich vorab direkt bei Ihrer Krankenkasse über die konkreten Leistungen und Voraussetzungen zu informieren.
In der Regel stellt Ihnen Ihre Kasse entsprechende Unterlagen zur Verfügung, die wir dann gerne gemeinsam in der Praxis ausfüllen können.
Mein Therapieangebot
Psychotherapie für Kinder
Manchmal geraten Kinder aus dem Gleichgewicht – sie wirken überfordert, ziehen sich zurück, zeigen auffälliges Verhalten oder bringen Eltern im Alltag an ihre Grenzen. In solchen Momenten kann eine psychotherapeutische Begleitung entlasten und neue Perspektiven eröffnen.
In meiner Praxis arbeite ich verhaltenstherapeutisch mit Kindern ab 3 Jahren. Dabei steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen, Stärken und Herausforderungen im Mittelpunkt. Spielerisch, kindgerecht und einfühlsam nähern wir uns gemeinsam dem, was hinter dem Verhalten steht – und suchen nach Wegen, um Entlastung, Sicherheit und Entwicklung zu ermöglichen.
Eltern sind für mich wichtige Partner im therapeutischen Prozess. Ich nehme mir Zeit, zuzuhören, Fragen zu klären und gemeinsam alltagstaugliche Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es, sowohl das Kind zu stärken als auch die Beziehung innerhalb der Familie zu unterstützen.
Ein sicherer Rahmen, Wertschätzung und Transparenz sind dabei für mich selbstverständlich – damit Sie sich mit Ihrem Kind bei mir gut aufgehoben fühlen.
Psychotherapie für Jugendliche und junge Erwachsene
Die Jugendzeit ist eine intensive Lebensphase: Körper und Gefühle verändern sich, der Wunsch nach Selbstständigkeit wächst – und gleichzeitig steigen Anforderungen in Schule, Familie und sozialem Umfeld. Nicht selten geraten Jugendliche in innere Konflikte oder entwickeln Verhaltensweisen, die sie selbst oder ihr Umfeld belasten.
In der Verhaltenstherapie unterstütze ich Jugendliche und junge Erwachsene dabei, besser mit belastenden Gedanken, Gefühlen oder Situationen umzugehen. Gemeinsam arbeiten wir daran, sich selbst besser zu verstehen, Handlungsspielräume zu erweitern und neue Wege im Umgang mit Herausforderungen zu finden.
Dabei biete ich einen geschützten Raum, in dem Offenheit möglich ist – ohne Bewertung, mit Respekt und auf Augenhöhe. Die Jugendlichen entscheiden mit, worum es gehen soll, was wichtig ist und in welchem Tempo wir vorgehen.
Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern kann – je nach Alter, Thema und Wunsch – ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein. Ziel ist es, nicht nur Symptome zu lindern, sondern das Selbstvertrauen, die Selbstwirksamkeit und die persönliche Entwicklung nachhaltig zu stärken.
Elternarbeit
Die Einbindung der Eltern ist ein wichtiger Bestandteil der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Gerade bei jüngeren Kindern findet ein regelmäßiger Austausch mit den Bezugspersonen statt – denn Veränderungen im Verhalten gelingen am besten, wenn sie auch im Alltag unterstützt und begleitet werden.
Auch bei Jugendlichen kann die Elternarbeit – je nach Thema und Entwicklungsstand – sinnvoll sein, z. B. zur Klärung von familiären Dynamiken, zur Entlastung oder um gemeinsam neue Lösungswege zu entwickeln.
Die Zusammenarbeit erfolgt in individuell abgestimmtem Umfang, immer mit Blick auf das Alter des Kindes, das Therapieziel – und im engen Austausch mit allen Beteiligten.
Entspannungsverfahren
Entspannungsverfahren sind ein hilfreicher Bestandteil der Verhaltenstherapie – besonders bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die unter innerer Unruhe, Ängsten, Stress oder Konzentrationsschwierigkeiten leiden.
Wenn der Körper dauerhaft in Anspannung ist, fällt es oft schwer, klar zu denken, sich zu regulieren oder neue Verhaltensmuster zu erlernen. Entspannungsverfahren helfen dabei, den Körper zur Ruhe zu bringen, das Nervensystem zu entlasten und eine innere Ausgeglichenheit zu fördern – eine wichtige Grundlage für erfolgreiche therapeutische Veränderungen.
Zu den bewährten Methoden gehört z. B. die Progressive Muskelrelaxation (PMR), bei der bestimmte Muskelgruppen nacheinander angespannt und bewusst wieder gelockert werden. Auch kindgerechte Atemübungen, Fantasiereisen oder achtsamkeitsbasierte Techniken können zum Einsatz kommen.
Diese Verfahren unterstützen die emotionale Stabilisierung, fördern die Körperwahrnehmung – und lassen sich oft auch gut im Alltag anwenden.
Gruppentherapie
Zusätzlich zur Einzeltherapie biete ich in meiner Praxis die Möglichkeit einer Gruppentherapie an.
In der Gruppentherapie erleben Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Der Austausch mit Gleichaltrigen kann entlasten, motivieren und neue Perspektiven eröffnen.
Soziale Fähigkeiten lassen sich in der Gruppe besonders gut üben – ob im Umgang mit Gefühlen, Konflikten oder Unsicherheiten. Die Teilnehmer*innen profitieren voneinander, lernen miteinander und wachsen gemeinsam.
Gruppentherapie ist oft besonders wirksam, weil sie nicht nur das Verhalten im Alltag spiegelt, sondern auch direkte Rückmeldung, Unterstützung und Bestärkung aus der Gruppe ermöglicht – unter therapeutischer Begleitung und in einem geschützten Rahmen.
Online-Therapie
Online-Therapie – als Ergänzung zur persönlichen Behandlung
In bestimmten Lebenssituationen kann es hilfreich sein, einzelne Therapiesitzungen auch online durchzuführen – zum Beispiel, wenn Termine aus schulischen, familiären oder gesundheitlichen Gründen nicht vor Ort wahrgenommen werden können.
In meiner Praxis steht der persönliche Kontakt im Mittelpunkt – die therapeutische Beziehung lebt vom direkten, menschlichen Miteinander. Deshalb findet die Therapie in der Regel in Präsenz statt.
Online-Termine biete ich begleitend und ergänzend an, um die Kontinuität der Behandlung zu sichern und regelmäßige Termine auch im Alltag praktikabel zu machen. Dies kann vor allem für Jugendliche oder Familien mit weiter Anfahrt entlastend sein.
Die Online-Therapie erfolgt über datenschutzkonforme Plattformen und wird vorab individuell vereinbart.
